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Rubrik: Forum


Gentech-Weizen:Trotz laufendem Verfahren grünes Licht

Published: 24.02.2003 06:00
Modified: 24.02.2003 12:04
druckbefehl

Von Annette Jenny Kuemin

Am 30. Januar 2003 hat die Arbeitsgruppe "Lindau gegen Gentech-Weizen" zusammen mit weiteren Organisationen gegen den geplanten Freisetzungsversuch der ETH Zürich von genetisch veränder-tem, stinkbrandresistentem Weizen beim UVEK Beschwerde eingereicht. Am 21. Februar 2003 wurde dieser Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen.

Dies bedeutet, dass die ETH in Eschikon den Gentech-Weizen in den nächsten Tagen oder Wochen aussäen wird, bevor unsere Beschwerde inhaltlich überprüft und abschliessend behandelt wurde! Eine absurde Situation! Auch wenn dies formaljuristisch ganz in Ordnung sein mag, es läuft unserem Rechtsempfinden entgegen. Zusammen mit namhaften Umweltschutz-, Bauern- und Konsumenten-verbänden wie z.B. Greenpeace, Pro Natura, Bio Suisse, IP-Suisse, KAG Freiland, dem Verein kleiner und mittlerer Bauern (VKMB), der Stiftung für Konsumentenschutz, dem Basler Appell, den Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz, Swissaid, Uniterre und der Grünen Partei wehren wir uns weiterhin ge-gen die Aussaat des Gentech-Weizens.

Daher hat unsere Arbeitsgruppe eine Greenpeace-Aktion am 21. Februar 2003 vor dem ETH-Versuchsgelände in Eschikon tatkräftig unterstützt. Das gehisste Banner mit den Worten „Kein Gen-tech-Weizen in Lindau: gefährlich! sinnlos! überflüssig!“ machte unsere Sichtweise dabei klar. Glei-chentags wurde in alle Haushalte der Gemeinde Lindau ein Flugblatt verteilt, welches die Sachlage nochmals zusammenfasst. Ein offener Brief an die ETH, welcher auch als Inserat in der Sonntags-presse vom 22. Februar 2003 veröffentlicht wurde, gibt allen Betroffenen die Chance, Ihrer Besorgnis über den Freisetzungsversuch Ausdruck zu geben. Im Frühling 2001 hatten wir über 700 Protest-Unterschriften in Lindau und Umgebung gegen die Freisetzung gesammelt. Alle GegnerInnen von Freisetzungsversuchen mit genmanipulierten Organismen sind somit aufgerufen, diese letzte Chance zu packen und die ETH aufzufordern, den Freisetzungsversuch von gentechnisch verändertem Wei-zen sofort zu stoppen! Wehren wir uns weiter!

Arbeitsgruppe "Lindau gegen Gentech-Weizen" i.V. Annette Jenny Kümin


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