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Rubrik: News

"Bologna"-Prozess
Bauen am europäischen Hochschulraum

Published: 23.05.2001 06:00
Modified: 22.05.2001 23:03
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(nst (mailto:norbert.staub@sl.ethz.ch) ) Mit der politischen und wirtschaftlichen Einigung Europas tut die Schweiz sich schwer, aber beim bildungspolitischen Einigungsprozess ist sie an vorderster Front dabei. Bei der "Bologna-Deklaration" von 1999, die die Harmonisierung der Studienabschlüsse auf der Grundlage des zweistufigen Bachelor/Master-Systems vorsah, war sie unter den erstunterzeichenden Staaten. Bislang sind der Deklaration 32 Staaten beigetreten. Erhoffter Effekt: Studierenden sollen so der grenzüberschreitende Universitätswechsel wie auch der Zugang zum internationalen Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Die Universität St.Gallen stellt ihr Studium ab diesem Jahr voll auf das Bachelor/Mastersystem um, an der Uni Basel ist der Schritt zum zweistufigen Abschluss beschlossene Sache, und in der ETH will namentlich das Departement Elektrotechnik demnächst mit einem Pilotprojekt ins Masters-Zeitalter einsteigen.

Der gemeinsame "Europäische Hochschulraum" nimmt jetzt Gestalt an; das hat letzte Woche die Prager Nachfolgekonferenz, an der von Schweizer Seite auch ETH-Rektor Konrad Osterwalder beteiligt war, gezeigt. Die im Bologna-Prozess engagierten Länder streben unter anderem ein eurokompatibles Kreditpunkte-System (ECTS) zur Anrechnung von Studienleistungen an sowie gemeinsame europäische Mechanismen im Bereich der Qualitätssicherung.

Bisher liefen die Bestrebungen zur gegenseitigen Anerkennung von Hochschulleistungen vor allem im Rahmen von Europarat und Unesco. Die Schweiz musste bis jetzt für detaillierte Vorschriften bilaterale Übereinkünfte schliessen. Der jetzt geplante "Europäische Hochschulraum" soll diese Abkommen zum Teil ersetzen.


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