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Rubrik: Zukunftsprozess ETH 2020
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Publiziert: 15.09.2006 06:01

Nach der Vernehmlassung im Strategieprozess ETH 2020: Ernst Hafen über die Herausforderungen
Auf dem Erfolg der ETH aufbauen

Lehrqualität, ETH Graduate School, Internationale Strategie, Organisation: Im Rahmen des Programms "ETH 2020" hat die Schulleitung der ETH Zürich unter Berücksichtigung der Stellungnahmen erste Weichen gestellt. ETH-Präsident Ernst Hafen über die Herausforderungen, Ziele und Prioritäten.

Interview: Norbert Staub und andrea

Die Stellungnahmen sind eingegangen, der Weblog ist abgeschlossen: Herr Hafen, wie haben Sie den Zukunftsprozess "ETH 2020" bisher erlebt?

Ernst Hafen: Ich erlebte eine sehr lebendige und kontrovers geführte Diskussion, die wertvolle Hinweise geliefert hat. Die Motivation der ETH-Angehörigen, an der Zukunft der ETH Zürich aktiv mitzugestalten, ist sehr gross.

Welches waren die Herausforderungen für die Schulleitung bei der Konsolidierung des vielfältigen Feedbacks?

Das war in erster Linie dessen Umfang: Die Reaktionen waren überwältigend und in vielen Fällen sehr differenziert. Ich habe alle Stellungnahmen in den Sommerferien gelesen und nehme auch die geäusserten Bedenken zu gewissen Vorschlägen ernst.

Welche zusätzlichen Impulse hat Ihnen die Vernehmlassung gegeben?

Ein wichtiges Element ist das richtige Tempo bei der Umsetzung der Massnahmen. Wir wollen in Etappen vorgehen und nicht alles schon morgen abgeschlossen haben. Auch will ich bereits Erreichtes und bestehende Initiativen einbeziehen.

Welche übergeordneten Ziele verfolgen Sie nun bei der Konkretisierung der Hochschul-Strategie?

"ETH 2020" ist ein Programm mit dem Ziel, für künftige Herausforderungen gerüstet zu sein. Es geht also nicht darum, Missstände zu beseitigen. Ein zentrales Motiv ist die wachsende Konkurrenz im globalisierten Forschungs- und Ausbildungsmarkt, nicht nur auf der Stufe der Doktorierenden, sondern auch der Master-Studierenden. Es gilt auch in Zukunft, die besten Forschungsbedingungen und Ausbildungsgänge anbieten zu können.

Dieses Ziel ist auf das Kerngeschäft gemünzt, auf Forschung und Lehre. Welches sind denn die externen Ansprüche, denen sich die ETH stellen muss?

Sie muss den gestiegenen Erwartungen von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft Rechnung tragen. Die ETH ist eine Lehr- und Forschungsinstitution, die zur Lösung dringender Probleme beiträgt und dies weiterhin tun soll. Ich denke an Energieknappheit, Umweltprobleme, Gesundheit. Innovationen und neue Technologien sollen aus der Universität in die Wirtschaft fliessen und nicht zuletzt Arbeitsplätze generieren. Wir sind auf zusätzliche Finanzmittel angewiesen, um diese Aufgaben richtig erfüllen und mit den besten Universitäten der Welt mithalten zu können. – Auch dazu soll "ETH 2020" die Voraussetzungen schaffen.


"Mit dem Programm 'ETH 2020’ wollen wir zukünftige Herausforderungen meistern.“ Ernst Hafen, ETH-Präsident. (Bild: Daniel Boschung) gross

Welche Prioritäten setzen Sie bei den bereits im Frühling definierten fünf Schwerpunkten?

Wir haben im Programm "ETH 2020" die Themen Lehrqualität, ETH Graduate School, Internationale Strategie und Organisation zuoberst auf die Traktandenliste gesetzt. Die weitere Verbesserung der Lehrqualität und die Anpassung der Ausbildung an die von der Wirtschaft zukünftig geforderten Qualitäten von ETH-Ingenieuren, Architekten und Wissenschaftlerinnen sehe ich als eine Konsequenz der Bologna-Reform, bei deren Umsetzung die ETH eine Pionierrolle gespielt hat. Primäres Ziel der ETH Graduate School ist es, die Studierenden unterschiedlicher Disziplinen miteinander zu vernetzen, und zwar auf Master- und speziell auf Dokorierendenstufe. Denn nebst dem fachlichen Können sind die persönlichen Netzwerke für den Erfolg im Beruf entscheidend. Diese Einbettung der Studierenden kommt direkt auch der Forschung der ETH zugute. Die jungen Wissenschaftler tragen über ihre Netzwerke wesentlich zur Verbindung von Forschungsgruppen bei. Sie fördern die Interdisziplinarität.

Wo sehen Sie die Herausforderungen bei der Umsetzung des Zukunftsprogramms?

Es ist wichtig, die Notwendigkeit dieser Massnahmen deutlich zu machen, und es ist an der Schulleitung, die Gründe verständlich zu kommunizieren und die Beteiligten in persönlichen Gesprächen zu überzeugen. Es geht darum, auf dem Erfolg der ETH Zürich aufzubauen und die Zukunft gemeinsam zu gestalten.


Weiterer Bericht zum Thema

Welche konkreten Massnahmen die Schulleitung im Rahmen von ETH 2020 eingeleitet hat , ist nachzulesen unter: sl-eth2020




Literaturhinweise:
Die "ETH Life"-Berichte zu "ETH 2020" finden Sie unter: www.ethlife.ethz.ch/articles/zukunftsprozessETH2020/
Website Strategieprozess ETH2020 (nur mit Zugriffsberechtigung): www.eth2020.ethz.ch



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