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Rubrik: News

Neue Studie über Resorbierbarkeit von Eisen
Nanopartikel gegen Eisenmangel?

Published: 23.02.2007 06:00
Modified: 22.02.2007 17:58
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(per (mailto:peter.rueegg@cc.ethz.ch) ) Eisenmangel ist eine der häufigsten Mangelerscheinungen sowohl in den Industrieländern als auch in den Entwicklungsländern. In der Schweiz sind schätzungsweise eine Million Menschen davon betroffen. Doch Eisen als Ergänzungsnahrung hat einen Haken: der Körper nimmt Eisen schlecht auf, und das Füllen des Eisenspeichers dauert sehr lange. Eine Forschungsgruppe rund um Fabian Rohrer von der ETH Zürich und Kollegen von der Universität Zürich haben möglicherweise einen Mechanismus gefunden, um die Eisenaufnahme im Körper zu verbessern. (1)

Die Wissenschaftler stellten mit einer speziellen Pyrolysetechnik zwei verschieden grosse Eisenphosphatpartikel her, deren Grösse gerade mal 10,7 respektive 30 Nanometer beträgt. Die Nanoteilchen wurden danach im Futter Ratten mit Eisenmangel verabreicht. Ein Teil der Nager erhielt zum Vergleich auch derzeit gebräuchliches Eisensulfat und ein Placebo.

Mehr Hämoglobin und Gewicht

Die Eisenphosphat-Nanopartikel erhöhten den Hämaglobin-Wert roter Blutkörperchen signifikant, und die Tiere, die an Eisenmangel litten, legten auch markant an Körpergewicht zu. Die Resultate lassen vermuten, dass Mensch und Tier das Eisen in schlecht löslichen Eisenverbindungen besser verwerten können, wenn diese auf Nanogrösse verkleinert werden. Der Wert für die relative Bioverfügbarkeit der Nanopartikel wich nicht von dem des herkömmlichen Eisensulfats ab. Die Forscher werten ihre Beobachtungen als Zeichen dafür, dass sich Eisensulfat in Nanogrösse als Nahrungsmittelzusatz für Tiere und Menschen besser eignen könnte als bisherige Eisenzusätze.

Die Studie konnte jedoch keinen Nachweis erbringen, ob Eisenphosphat-Nanopartikel schädlich sind. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich die Nanopartikel dank ihrer guten Löslichkeit während der Verdauung auflösten und über den normalen Eisentransportweg in den Körper gelangten. Noch ungelöst ist jedoch die Frage, ob Menschen ähnlich auf eine derartige Eisenbeigabe reagieren wie Ratten. Ebenfalls noch nicht erforscht ist, ob die Nano-Eisenphosphatteilchen einen Einfluss auf den Geschmack von Nahrungsmitteln haben könnten.

Footnotes:
(1 Rohner, F. et al. (2007): Synthesis, characterization and bioavailability in rats of ferric phosphate nanoparticles. Journal of Nutrition, Vol. 137, pp 614-619


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