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Rubrik: Science Life
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Publiziert: 07.03.2006 06:00

Das Making-Of eines Symposiums
Das erste Mal

Doktorierende der Pflanzenwissenschaften stellen für das Zürich – Basel Plant Science Center ein Symposium für Ende März auf die Beine. Die Organisationsnovizen erzählen von ihren neuen Erfahrungen dabei und stellen den Anlass vor.

Christoph Meier

Bescheiden ist der Titel nicht: „Feeding the Needs of tomorrow“. Das wissen auch die zehn Organisatoren des PhD Symposium 2006 des Zürich – Basel Plant Science Centers, das am 31. März an der ETH Zürich stattfindet (1). Die Gruppe der Doktorierenden, die an verschiedenen Hochschulen forschen, kam aber zu diesem umfassenden Titel, da sie damit verschiedenste Spezialgebiete innerhalb der Pflanzenwissenschaften einfliessen lassen konnten. Zudem, so einer der Organisatoren, glaube er, als junger Forscher dürfe man zum Ausdruck bringen, dass man einen Beitrag zu den grossen Problemen der heutigen Zeit liefern kann.

Nicht gerade mit Weltproblemen, sondern vor allem mit solchen der Absprache mussten sich die Organisationsgruppe als erstes auseinandersetzten. Denn als Vorgabe hatten die Doktoranden nach einer Anfrage für ihr Engagement seitens des Plant Science Center nur, dass das Symposium im Frühjahr 2006 stattfinden sollte. Zudem wussten sie, dass ihnen die räumliche Infrastruktur zur Verfügung gestellt wird. Direkte Gelder, wie sie als Starthilfe für das erste PhD-Symposium vor zwei Jahren bereitgestellt wurden, gab es dieses Mal nicht mehr.

Zuerst Thema festlegen

Wie also vorgehen? Bevor sich die Organisatoren in Diskussionen zu Referentennamen, zur Geldbeschaffung oder anderen lästigen Notwendigkeiten stürzten, legten sie den erwähnten Titel fest und ergänzten ihn mit dem Zusatz „Plant Sciences: From Basics to Application“. Diese im Untertitel erwähnte Spannweite von Grundlagenforschung, angewandter Wissenschaft und Industrie hätten sie gewählt, damit die Zuhörer sehen, wie tragfähige Lösungen den Einsatz in allen Bereichen benötigen.

Nachdem man sich also konzeptionell geeinigt hatte, musste man auf die Leute los: einerseits auf mögliche Referenten, andererseits auf mögliche Geldgeber. Bei letzteren zeigte sich bald, dass die Suche nicht auf Firmen mit speziellen Aktivitäten im Pflanzenbereich beschränkt bleiben konnte, sondern allgemeiner gesucht werden sollte. Von Vorteil sei es hier gewesen, dass man einen breiten Anlass und viele jungen Teilnehmer versprechen konnte. Damit wurde Werbung beispielsweise für Biotechfirmen interessant.

Personennetze ausnutzen

Die Herausforderung bei den Referenten lag hauptsächlich darin, die ideale Besetzung zu finden. Speziell um an die Vertreter der Industrie zu gelangen, ist es gemäss einer Doktorandin zentral, gute Personennetze zu knüpfen.


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Zum ersten Mal haben sie sich der Aufgabe gestellt, ein wissenschaftliches Symposium zu organisieren: Doktorierende des Zürich Basel Plant Science Centers.

Denn nehme man den offiziellen Weg an eine Firma, gelange man an die Marketingabteilung. Diese wehre sich schnell, obwohl ein direkter Kontakt in die Forschungsabteilung von Erfolg gekrönt wäre.

Insgesamt sind die organisierenden Doktorierenden überzeugt, dass sie mit ihrer international zusammengewürfelten Referentenschar in der Zwischenzeit für alle Themen eine gute Besetzung gefunden haben. So konnten sie unter anderen den Pflanzenökologen Ragan M. Callaway von der Montana Universität oder den emeritierten ETH-Professor Ingo Potrykus gewinnen. Stolz sind die Organisatoren auch auf die Zusage von Martin J. Kropff der Wageningen Universität. Von ihm erhoffen sie sich, dass er es schafft, einen guten Überblick über all die behandelten Gebiete, die von Auswirkungen des Klimawandels bis zur Pflanzenentwicklung für die Gesundheit reichen, zu bieten.

Mehr als nur Kreditpunkte gewonnen

Obwohl noch gewisse Gelder aufgetrieben, die Werbung verstärkt und die Detailaufgaben am Symposium selbst fixiert werden müssen, zieht die Organisationsgruppe bereits heute eine positive Bilanz von ihrem ersten Mal, bei dem sie ein Symposium organisiert. Das Zusammenarbeiten in einer nicht hierarchischen Gruppe sei toll gewesen. Ein positiver Nebenaspekt war natürlich auch der Erwerb von Kreditpunkten, auch wenn in diesem Fall verhältnismässig viel Zeit nötig gewesen sei. Zudem wisse man beim Besuch eines anderen Symposiums die Leistung der Verantwortlichen zu schätzen. Damit ihr eigenes Symposium auch geschätzt wird, haben sich die Doktoranden noch etwas Spezielles einfallen lassen. Was es ist, wollen sie nicht verraten. Nur soviel, es hat auch was mit dem Symposiumstitel zu tun.


Fussnoten:
(1) "Feeding the Needs of tomorrow" 2nd Plant Science Centre PhD Symposium31. März 2006, ETH Zürich : www.plantscience.ethz.ch/symposia/phd_symposium2006



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