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Rubrik: Tagesberichte

Diskussion über Löhne für Doktorierende an der ETH
Das "Migros-Syndrom" - eine Entgegnung

Published: 22.12.2000 06:00
Modified: 22.12.2000 09:50
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Nachfolgend eine Stellungnahme der Personalabteilung respektive der Personalberatung zur Mittwochs-Kolumne von Professorin Katharina von Salis zum Migros-Syndrom an der ETH. (Die Redaktion)



Wer hätte das gedacht, dass unsere Hochschule einmal mit der Migros verglichen wird! Bevor wir aufgrund des Artikels von Frau von Salis ebenfalls auf die Titelseite des "Blicks" kommen, erlauben wir uns einige Bemerkungen zur erwähnten Kolumne.

Allen wissenschaftlichen Assistentinnen richtet die ETH Zürich unmittelbar nach Beendigung ihres Studiums bei einer Anstellung per 2001 ein Bruttogehalt (bei einem 100%-Beschäftigungsgrad) von sFr. 60'529.- aus. Aufgrund der jährlichen Lohnerhöhungen erreicht eine Doktorandin nach vier Jahren ein Bruttogehalt von mindestens sFr. 71'000.--.

Wir sind uns bewusst, dass zahlreiche Doktorandinnen zu einem Beschäftigungsgrad von 50% angestellt sind. Eine generelle Erhöhung des Beschäftigungsgrades auf 100% hätte aufgrund des vorhandenen Budgets eine entsprechende Reduktion der Ausbildungsstellen zur Folge. Wollen wir vielen jungen Forscherinnen den Zugang zu einer Dissertation an der ETH aus diesem Grund verwehren?

Das Mitwirken der Doktorandinnen in Lehre und Forschung ist für die ETH Zürich von grosser Bedeutung. Es ist aber auch so, dass sich Doktorandinnen, der englische Ausdruck "PhD students" macht es noch deutlicher, sich grundsätzlich zu Weiterbildungszwecken an der ETH Zürich aufhalten (siehe Verordnung über das Doktoratsstudium an der ETHZ vom 24.3.98). Hervorragend qualifizierte Dissertationsleiterinnen sowie eine hochstehende Infrastruktur sichern unseren Doktorandinnen einen ausgezeichneten Ruf im internationalen Vergleich.

Nach Ende des Doktorates wartet auf die junge Forscherin ein Arbeitsmarkt, der mit interessanten Projekten um ihre Gunst wirbt. Oder aber es eröffnet sich ihr der faszinierende Karriere-Weg in Wissenschaft und Forschung in einem entsprechenden Hochschulbereich im In- und Ausland. Beide Wege öffnen -bei entsprechendem Engagement und Fachkompetenz- eine Entlöhnung, die sich weit steiler entwickelt als bei den "Nicht-Akademikerinnen" (s. Facts-Artikel Nr. 34 vom 24.8.00).

Eine Aussicht, die den zitierten Detailhandelsangestellten leider nicht offen steht!

Zürich, 21. Dezember 2000

Piero Cereghetti

Leiter Personalabteilung

André Schmid

Leiter Personalberatung

PS: Im geschriebenen Wort sind die männlichen Bezeichnungen miteinbezogen.


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ok
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